Laphroaig 10 Jahre

Der Laphroaig ist sicherlich kein einsteigerfreundlicher Single Malt, die Brennerei sagt von sich selbst, dass sie stolz auf den rauen, torfgeschwängerten Geschmack ihrer Whiskys stolz ist. Es ist also davon auszugehen, dass sich am Geschmack so schnell nichts ändern wird. Bei näherem Hinsehen ist der Laphroaig aber ein durchaus interessanter Islay Whisky. Der intensive Rauchgeschmack, mit einer – zugegebenermaßen nur im Hintergrund vorhandenen – malzigen Süße und etwas Salz öffnet die Augen für eine interessante Geschmacksfacette, die bei allen Whiskys mehr oder weniger stark ausgeprägt ist. Wer wissen möchte, was echter Torf- und Rauchgeschmack bedeutet und diesen Geschmack nach dem ersten Schluck lange im Mund behalten möchte, ist beim Laphroaig 10 gut aufgehoben.

Hintergrund

Während der Prohibition in den USA gab es – wie immer – einige Ausnahmen. In Kentucky gab es eine Handvoll Brennereien, die Lizenzen für die Herstellung von „medizinischem Whiskey“ hielten. Das Geschäft mit dem medizinischen Whiskey boomte, es ist überliefert, dass 1922 alleine in Chicago 760.000 Liter medizinischer Whiskey verschrieben wurde. Dies kam sicherlich auch dem Laphroaig zugute, da dieser mit seinem sehr eigenwilligen, eben fast schon medizinischen Geschmack gerne von wohlgesinnten Ärzten als verschrieben wurde.

Empfehlung

Der Laphroaig 10 ist für ca. 30 Euro auf amazon ein sehr guter Whisky, wenn man weiß, auf was man sich einlässt. Der vordergründig extrem ausgeprägte Geschmack von Rauch und Torf ist gewöhnungsbedürftig, lässt man sich aber darauf ein, bekommt man von diesem Whisky die Augen geöffnet, wie ein Single Malt auch schmecken kann.

Webseite: http://www.laphroaig.com/

Fazit: Laphroaig 10

Laphroaig 10
Nase: 78%
Geschmack: 59%
Abgang: 48%
62%

Extreme Rauchbombe, dass muss man schon explizit wollen. Dann aber einer der besseren getorften Single Malts zu einem vernünftigen Preis.

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2017-08-28T08:14:47+00:00

About the Author:

Freddy liebt vor allem milde, schottische Whiskies, es darf aber auch mal rauchig sein. Er schreibt seit 2014 mit Begeisterung über alles, was mit dem „Wasser des Lebens“ zu tun hat. In seiner Freizeit wandert er viel mit seiner Frau und seinen beiden Kindern.

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